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Alles über Gino

Sandra war zu dieser Zeit spätestens jedes Wochenende da und so kam es, dass wir uns etwas mehr anfreundeten - bei meinem Charme war das überhaupt kein Problem, sie rum zu kriegen.

Sandra befand sich damals auf der Suche nach einer größeren Wohnung für sich und ihre vier Katzen und in einem 'schwachen' Moment sagte sie zu mir: Also, entweder finde ich eine Wohnung, in der ich meine Katzen und dich ohne Probleme halten kann, dann kommst du zu mir oder du findest vorher schon ein wirkliches Gino-Zuhause, in dem es dir richtig gut geht und die Menschen nicht so bescheuert sind.

Topp, diese Wette galt!

Naja und was soll ich sagen? Natürlich fand ich kein anderes, wirklich passendes Zuhause - ich bemühte mich auch gar nicht darum, ganz im Gegenteil:

Während die anderen Hunde um alle Menschen herum sprangen, die auf das Gelände kamen, suchte ich das Weite, indem ich mir einen Weg unterm Zaun zu Sandra bahnte, die sich (unbe-ob-achtet von den Anderen) um das Areal und körperliche Wohl der Huftiere kümmerte.

Für mich war klar: Sandra ist es! Das wusste sie natürlich noch nicht, aber so kam es dann und Sandra stand zu ihrem Wort.

Am Anfang hatten wir schon auch unsere Probleme, denn ich war/bin ein Hund mit 'Schwierigkeitsgrad Terrier' und wenn man mich dann nicht zu nehmen weiß, mir keine besonderen Grenzen setzt (sich nicht konsequent darum bemüht), koste ich den ein und anderen Nerv.
 

Das ging sogar soweit, dass wir richtig böse Streit miteinander hatten und ich eine Weile wieder ausgezogen bin.
 
Anfang 2009 hatten wir dann eine schwierige Zeit:

Frauchens Existenz als Selbstständige war in Gefahr und nachdem alle Bemühungen, uns so gut es ging über Wasser zu halten eher zum Scheitern verurteilt waren, fasste Frauchen den schweren Entschluss unsere Katzen in neue, sichere Zuhause zu geben - Frauchen und ich waren alleine.

Neben mir wohnen hier zwar auch noch vier Kornnattern, aber das sind ja mehr 'Haustiere fürs Auge' - weil sie genau so leicht zu händeln sind wie ich, konnten wir bleiben.

Frauchen ging als Lkw-Fahrerin wieder in den Fernverkehr, ich durfte mit und unsere Situation entspannte sich.

Seit dem Tag, an dem Frauchen und ich uns kennen lernten, wirkte ich wie ein kleines Kraftwerk mit dem zeitweisen Sturkopf eines Terriers.

Etwa Anfang Sommer 2009 erschien ich Frauchen aber dann irgendwie verändert: ruhiger und zurück haltender als sie es von mir kannte.

Ob es an den Auszügen meiner Katzen lag?

 
 
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