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Alles über Gino
Vorsichts-
und Sicherheitshalber
meldete sie mich bei unserer damaligen Haustierärztin zum Alterscheck an.
Beim Bluttest kam nichts Besonderes heraus, außer dass ich leichten
Thrombozythenmangel habe.
Normalerweise hätte dies zur Folge, dass meine Blutgerinnung nicht
funktioniert, aber damit habe ich keine Probleme.
Es könnten jetzt
noch Blutparasiten dafür verantwortlich sein, deshalb werde ich in
ein paar Monaten noch mal darauf untersucht.
Meine
'Vet-Guru' auf meine Schlappheit angesprochen, entschieden sich die
Menschen am 25.08.09 eine Ultraschalluntersuchung von meinem Herz zu
machen - und Bingo, der Schock saß!
Um wieder auf Füße und Pfoten zu kommen, fuhr Frauchen mit mir
einige Tage später in Urlaub - in das Hundehotel
Herzog Tassilo in Bad Griesbach, das war richtig
klasse!
Nachtrag 2011: Das Herzog Tassilo gibt es heute nicht mehr, seit
Juli 2010 ist sein Nachfolger das
Seehotel Moldan in Postmünster.
Ich lernte neue Hundekumpels kennen, spielte, tobte, jagte, wurde gejagt.
Wir machten Waldspaziergänge und Wanderungen - ich wurde sogar
professionell massiert.
Ich ging schwimmen, buddelte ohne Ende und es ging
mir richtig gut dabei!
Auch Frauchen fing sich wieder.
Als sie sah und realisierte, dass es mir
trotz allem ganz gut ging und ich mich wirklich zum richtigen Zeitpunkt
zurück zu nehmen wusste - seit dem haben wir einen Weg gefunden,
diesen Schicksalsschlag zu meistern.
Auch ganz ohne den Beistand von "Freunden", die weder uns noch sich
die Zeit dafür geben wollten.
Damit
ich auch weiterhin ganz Hund sein und Kontakt zu meinen Artgenossen
pflegen kann, fing Frauchen nach unserer Rückkehr gleich an, mir
neue Kumpels zu suchen - auf die Alten war ja kein Verlass mehr bzw.
wollte ich einige von denen nicht mehr sehen.
Mein Mensch ist wirklich sehr bemüht, mir mein Leben so angenehm und
uneingeschränkt wie möglich zu gestalten und ich helfe ihr auch ein
bisschen dabei: wenn's wirklich nicht mehr so gut geht, bleib ich
ganz dicht bei Frauchen, dann weiß sie fellgenau Bescheid, was Sache
ist.
Werde
ich von Artgenossen zu sehr belagert und komme aus eigener Kraft
nicht weg, schicke ich Frauchen einen gewissen Blick und sie
rettet mich.
Es hat seine Zeit gedauert, unser Leben wirklich passend auf meine
Erkrankung einzustellen - und nun ist es eher so, dass kaum jemand
meine Herzschwäche glauben möchte, wenn er mich in Aktion erlebt.
Dafür hat sich Frauchen auch beruflich verändert, indem sie die
Fahrerei (nach alles in allem 13 Jahren) an den
Nagel hängte und wir nun
nicht mehr getrennt sein müssen. :-)
Der berufliche Neustart als
mobile Tiersitterin ist alles
andere als einfach, aber für unser Leben und meine Gesundheit geht
Frauchen diesen harten Weg - es kann nur besser werden. ;-)
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