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Herzerkrankungen beim Hund
Anzeichen (Symptome) einer angeborenen oder erworbenen
Herzerkrankung:
Bitte beachten: Nicht alle Symptome treten gemeinsam und in Einem
wie unten genannt auf.
Manchmal sind es nur wenige, kleine Anzeichen über einen
unbestimmten Zeitraum, die man als Mensch schnell und leicht fehl
bzw. ab fort geschrittenem Alter des Hundes irrtümlich als normalen
Alterungsprozess
deutet.
Jede hier (un)genannte Verhaltensweise bzw. Veränderung am Hund und/oder
seinem
Körper sollte ein sofortiges Alarmzeichen sein, den Tierarzt
aufzusuchen!
Dein Hund...
Ø hat
keine Ausdauer / Leistungsfähigkeit mehr beim Gassi, Spielen, Toben, bei Sport, Ausbildung
oder 'Job'.
Ø hat
keine Lust / ist nur schwer davon zu überzeugen, sich zu bewegen.
Ø wird
schnell müde, 'trottelt' beim Gassi mehr vor sich hin, statt wie
bisher locker-federnd zu gehen.
Ø ruht
sich allgemein öfters aus, legt sich ab oder setzt sich hin (scheint "bockig"
oder "stur" zu
sein).
Ø nimmt
sich von selbst zurück, wird allgemein ruhiger (scheint "brav"
oder "alt" zu
werden).
Ø springt
nicht mehr an jedem hoch, stellt sich kaum noch auf die Hinterbeine.
Ø wirkt
im Umgang mit Artgenossen plötzlich unsicher / ängstlich / zurück
haltend (etwaigen
'Angriffen' kann nicht mehr mit gewohnter Kraft und Stärke
pariert werden).
Ø
hustet immer wieder trocken und rau, macht dabei zum Schluss hin
eine Kopfbewegung, als würde
er etwas ausspuken wollen, aber es kommt nichts.
Ø
lässt die Zunge schneller als bisher raus hängen (besonders
auffällig an nicht sonderlich warmen
oder heißen Tagen).
Ø hat
bereits nach wenig Anstrengung, Spiel- oder Freudentaumel eine schwere, keuchende Atmung.
Ø wirkt
allgemein schwach und unmotiviert (könnte mit "Trotz" oder
"hat halt gerade keine Lust dazu"
fehl interpretiert werden).
Ø
mag
kaum, weniger oder gar nicht mehr fressen (könnte als
"Futterspinnerei" fehl gedeutet
werden).
Ø
hat leicht bläuliche Schleimhäute (Mundschleimhaut, Zahnfleisch,
Zunge - der Mensch stellt seine
eigene Optik in Frage und belässt es dabei =>
wertvolle Zeit geht verloren!).
Ø
bricht ohne ersichtlichen Grund zusammen, ist kurze Zeit bewusstlos,
erholt sich wieder.
Ø
hat einen dicken Bauch, ohne dass er viel frisst ("Wasserbauch").
Ø hat
dickere Beine als bisher ("Wasser" in den Beinen).
Ø
wandert vor allem Nachts ruhelos rum, findet keinen richtigen Schlaf.
Ø
hält den Brustkorb am Boden, den Kopf nach oben und atmet "komisch".
Wie ich am 23.08.10 von Herrn Rieker des Kleintierzentrums in
Ravensburg erfahren durfte, erkennt man etwaige Herzprobleme an
einem sich progressiv verschlechternden (stufenweise stärker
werdend), trockenen Husten.
Bleibt die "Härte" des Hustens immer gleich, sollte auch die Lunge
untersucht werden, ob sich (gerade bei Mäusen oder Nacktschnecken
fressenden Hunden) ggf Parasiten in der Lunge eingenistet haben.
Allerhöchste Eisenbahn zum Tierarzt ist geboten, wenn dein Hund...
Ø allein
im Liegen schwer atmet.
Ø
Blut erbricht.
Ø
hustet und dabei rötlichen Schleim ausspukt.
Ø
hustet trotz Atemnot.
Ø
sehr gut sichtbare, blau gefärbte Schleimhäute (Mundhöhle,
Zahnfleisch, Zunge) hat.
Ø
öfter / in kürzeren Abständen und länger
"als bisher"
umfällt und bewusstlos bleibt.
Ø
sich überhaupt und gar nicht mehr bewegen möchte, lethargisch wirkt.
Ø
nach Hochheben durch den Menschen, auf die Beine gestellt,
zusammenbricht
ACHTUNG!!
Bevor man wie wir, einer Herz-Fehldiagnose zum Opfer fällt, gilt es
im Vorfeld (im Optimalfall per CT) abzuklären, ob der Hund nicht
auch ggf. "nur" an einer
Kehlkopfquetschung oder -lähmung
erkrankt ist, welche einerseits ebenfalls
angeboren
oder durch massive Krafteinwirkung beim Führen im Halsband
erworben
sein kann!
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