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Katze und Hund möglichst stressfrei für Alle aneinander gewöhnen
Bei uns war das so:
Ich hatte mein (zukünftiges) Frauchen erst mal nur während ihrer
Anwesenheit bei mir in der Hundehilfe.
Als klar war, dass wir jetzt zusammen sind, gab sie sich besonders viel
mit mir ab, wodurch sich mein Geruch auf ihre gesamte Kleidung übertrug.
Bei ihr zuhause, durften die Katzen dann erst mal ausgiebig schnüffeln,
was sie alles interessantes "zum Lesen" mitgebracht hat - das konnte unter
Umständen bis zu einer halben Stunde und länger dauern.
Irgendwann nahm Frauchen mich dann mit und stellte uns Felle vor
vollendete Tatsachen - das war für alle Seiten mit Spannung und einem
kleinen Schreck verbunden, aber sie blieb ganz ruhig und gelassen,
beobachtete uns einfach nur. Hin und wieder sprach sie einen von uns an
oder lobte uns.
Nachdem sich der erste "Schock" gelegt hatte, gab es Futter für uns - aus
ihren Händen. Frauchen verhielt sich weiterhin so, als wäre es das
Normalste der Welt und schon immer so gewesen.
Es gab in den ersten Tagen zumindest keinen nennenswerten Stress oder
Streit unter uns Felle.
Besonders schnell freundete ich mich mit Lisa, unserer Jüngsten an; danach
mit Pascha, unserem Senior.
Mit Teddy, dem Zweitjüngsten, fand ich keinen besonderen Draht, aber das
war auch kein Problem, wir akzeptierten jeweils die Existenz des Anderen,
weil wir den gleichen Menschen hatten (und liebten).
Mit Filou, dem Zweitältesten, sah es schon etwas anders aus, er machte mir
das Leben nach ca. 2 Wochen schwer, indem er mich ständig anfauchte, wenn
wir uns trafen oder er an mir vorbei ging - so als ob er mir sagen wollte:
Verschwinde, das ist mein Revier! Dich Flohtransporter will hier keiner
haben!
Dieses Verhalten verschwand allerdings nach unserem Umzug, da die neue
Wohnung für uns Alle auch neues Revier, ohne alte Besitzansprüche, war.
Leider hatten Frauchen und ich dann einen schlimmen Streit und ich zog
wieder aus - aber nur für 2 Wochen; länger hielt es Frauchen ohne mich, so
völlig auf dem hundeoptimalen Hinterland nicht aus. ;-)
Nach meiner Rückkehr ging der Stress mit Filou allerdings von vorne los,
was von Frauchen mit Bach-Blüten für ihn in den Griff zu kriegen war.
Wir wurden nie Freunde, aber zumindest ließ er mich zukünftig in Ruhe und
fand sich damit ab, dass es mich auch gab.
Wir lebten dann ca. 2 Jahre zusammen.
Aus beruflichen und somit existenziellen Gründen musste Frauchen unsere
Katzen leider in neue Zuhause geben.
Da dies nicht von jetzt auf gleich passierte, konnte ich mich im Lauf der
Zeit darauf einstellen, irgendwann allein mit Frauchen zu sein - vor allem
meine Lisa und meinen Pascha nicht mehr zu haben.
Das war nicht leicht, aber Frauchen wusste das gekonnt zu managen.
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